Allgemein

März-Liste 2026

Collage aus Fotos: Pommes, Konzert, eine Katze in einem Karton, Venedig

  • »Du siehst bisschen müde aus. Oder traurig? Vielleicht bahnt sich auch ne Erkältung an? Oder halt doch ne kleine Depression.« Ganz ehrlich, ich bin einfach durch mit diesem schrecklichen Wetter!
  • Belle and Sebastian spielen ihr erstes Album Tigermilk zum 30-jährigen Jubiläum im Metropol. Stuart Murdoch plaudert und erzählt von der Tour und wie aufgekratzt die Band manchmal sei. »But not here. Nobody is nervous in Berlin!« Wenn die wüssten.
  • Ich schwimme durch die Traglufthalle und bin jetzt schon wehmütig, wenn sie in wenigen Wochen abgebaut wird und nur noch das Sommerbad offen hat.
  • Two bros / riding one e-scooter / five feet apart cause they’re not gay
  • Vom Leben gelernt: Wenn man auf eine Party gehen muss, zu der man eigentlich nicht so sehr gehen will, funktioniert der ›Trick Früh kommen, früh gehen‹ nicht. Man muss spät kommen, und dann gleich wieder gehen!
  • Der Mann von der Müllabfuhr erzählt, wie ihm morgens um 4:30 beim Rausbringen der Tonnen immer ein großes Rudel Ratten entgegen rennt. »Mindestens 20 Tiere sind das. So groß wie Katzen!«
  • Regen und Sonne und Regen und Sonne, 5 Grad Celsius, die Kälte sitzt fest in den Knochen. Schlaf so dünn wie Filterkaffee.

Januar-Liste 2026

Collage Januar: selbstgemachte Ravioli, ein Cocktail, ein Schild mit der Aufschrift

  • Ein Mann im Zug führt lautstark ein Telefonat. Mit heiserer Stimme klagt er sein Leid – er könne die Miete nicht mehr bezahlen, müsse die Wohnung auf Vordermann bringen, um die Kaution zurück zu bekommen. Er wolle sich kein Geld leihen, »Nein, bloß keine weiteren Schulden. Hätte ich doch nur diese Sporttasche nicht im Zug liegen lassen. Das war so dumm von mir. So unfassbar dumm.« Was da wohl drin war?!
  • In einer angesagten Bar studiere ich ratlos die Karte. Ich wünsche mir etwas rosafarbenes, feminines, das in einem kalten und albernen Glas serviert wird. Ich bestelle also meinen ersten Cosmopolitan, und bin nach drei Schlucken unerwartet beschwipst. Es ist ein ungewohntes Gefühl, da ich so gut wie nie Alkohol trinke – ein witziger, aber auch nennenswert unangenehmer Zustand.
  • Nach dem Schwimmen öffne ich die Tür zur Herrendusche, und laufe direkt in die versammelte Feuerwehrmannschaft, die gerade ihr Schwimmtraining beendet hat. War in meiner Fantasie irgendwie … anders.
  • Ein Typ, Anfang 20, zu seiner Freundin: »Ich hab’ überlegt, Dienstags etwas früher Feierabend zu machen, und dann noch zum Schreiben in die Bib zu gehen. Weil ich sonst echt nicht weiß wie ich das alles hinkriegen soll.« »Mit ›alles‹ meinst du das Buch?« »Ja was denn sonst?!« »Na ja, du hättest ja statt ›alles‹ auch einfach ›das Buch‹ sagen können.«
  • Die Frau neben mir packt eine große Tupperdose mit Nudelsalat aus. Kichernd genehmigt sie sich dazu ein kleines Fläschchen Eierlikör. Interessante Kombi, finde ich, aber ich gönne ihr natürlich ihren genussvollen Start ins Wochenende!
  • Ein Baby schreit und schreit und schreit so sehr dass es sich verschluckt, das arme Kind, aber es klingt, als bräuchte es eine kleine Pause und musste dabei dann kurz über sich selbst und seine geräuschvolle Performance lachen.
  • Der Therapeut rät mir: »Schalten Sie doch mal einen Gang runter«, und ich frage mich, ob anstatt MUT vielleicht einfach das mein Motto für 2026 sein sollte. Gang raus, ich fahre jetzt mal ’ne Weile im Leerlauf. Und dann wechsle ich vielleicht auf Automatik, mal sehen.
  • Der Trödelladen um die Ecke verkauft jetzt »Mystery Bags« – große braune Papiertüten, fest verschlossen. 15 €, sagt die krakelige Filzstiftschrift darauf. Und auch hier frage ich mich: Was da wohl drin ist?

2024 in Büchern

  1. Isabel Bogdan – Laufen ★★★★☆
  2. Cal Newport – Deep Work ★★★★☆
  3. Cal Newport – Digital Minimalism ★★★★☆
  4. Ewald Arenz – Alte Sorten ★★★★★
  5. Matt Haig – The Midnight Library ★★★☆☆
    Das perfekte Buch, um es in der Ferienunterkunft im Schrank zu finden und am Strand zu lesen, weil man alle mitgebrachten Bücher schon durch hat.
  6. Kamila Shamsie – Best of Friends ★★★★☆
  7. Kevin Nguyen – New Waves ★★☆☆☆
    Das Buch hat eine super Story Idee, die der Autor dann ab dem zweiten Drittel leider komplett verworfen hat. Leads nowhere, leider.
  8. Daniel Schreiber – Allein ★★★★★
    Ich habe mich oft wiedergefunden in Schreibers Essay. Nur dieses Phänomen, dass man als Schreibender irgendwie irgendwann das Wandern für sich entdecken muss, nervt. Aber vielleicht komme ich ja selbst noch an diesen Punkt.
  9. Amor Towles – Ein Gentleman in Moskau ★★★☆☆
  10. Caroline Wahl – 22 Bahnen ★★☆☆☆
  11. Stephan Schäfer – 25 letzte Sommer ☆☆☆☆☆
    Zielgruppe: Leute, die sich Kalendersprüche von ChatGPT erstellen lassen und dann in ihrem WhatsApp Status teilen. Mal wieder ein Beweis dafür, dass Bestseller-Listen überhaupt keine literarische Aussagekraft haben.
  12. Fridolin Schley – Schwimmbadsommer ★★★☆☆
  13. Satoshi Yagisawa – Days at the Morisaki Bookshop ★★★☆☆
  14. Robin Sloan – Moonbound ★★★★★
    Sci-Fi für Leute, die zwar Computernerds aber sonst eigentlich keine großen Sci-Fi-Enthusiasten sind (→ ich).
  15. Susanna Clarke – Piranesi ★★★★★
    Das ist es! Mein Buch des Jahres! Es kommt als Fantasy-Buch daher, aber eigentlich ist es das wirklich gar nicht.
  16. Christopher Isherwood – Goodbye to Berlin ★★★☆☆

Im kommenden Jahr werde ich mir womöglich eine Alternative zu meinem literal-Account suchen müssen, weil ich die Vermutung habe, dass die Plattform nicht mehr weiterentwickelt wird?! TheStoryGraph scheint die naheliegendste (und Amazon-fernste) Alternative zu sein. Mal sehen! Bis dahin habe ich hier eh noch einen guten Stapel an Büchern durchzuschmökern.

»Macht es für euch!«

Schauspieler Fabian Hinrichs und Turner im Stück »Kill Your Darlings«

Kill Your Darlings! Streets of Berladelphia © Thomas Aurin

Am 26. Februar 2024 starb der Dramatiker und Regisseur René Pollesch. Zu früh, wie es so oft ist. Auf 3Sat kann man eins seiner berühmtesten Stücke nochmal ansehen: Kill Your Darlings – Streets of Berladelphia.

Die besten Szenen werden Sie heute Abend nicht sehen, denn die würden wir alle nicht ertragen. Deswegen heißt der Abend »Kill Your Darlings«.

Fabian Hinrichs und sein Turner-Chor, das »Netzwerk«, hasten durch so viele Themen, die einen mit Anfang 20, und vielleicht auch noch das ganze restliche Leben beschäftigen. Den ewigen Ohrwurm dazu habe ich hier schon 2012 gebloggt.

Ich bin wirklich kein Theaterkenner – es ist eins dieser Dinge, die ich eigentlich liebe, aber viel zu selten tue, weil es teuer ist, oder aufwändig, oder mir eine gewisse Orientierung darin fehlt. Aber zu Beginn der 2010er Jahre war ich oft in der Volksbühne. Einige von Polleschs Stücken habe ich mehrmals gesehen, Roman hat phasenweise nur in Pollesch-Zitaten gesprochen, und Nadine hat immer für alle Karten gekauft. Wir waren damals Studenten; es war günstig ins Theater zu gehen, und in der Volksbühne wussten wir irgendwann, was uns bei welchen Regisseuren erwartete.

Bei Pollesch wusste ich: Es wird bunt und witzig, und gleichzeitig theoretisch und komplex. Es ging immer tief, aber kurz bevor man aus Verwirrheit abgeschaltet hätte, lief ein Popsong, oder es explodierte irgendwas, oder ein riesiger Fisch wurde aus dem Bühnenturm herunter gelassen. Es begann schon bei den witzigen Titeln der Stücke: »Du hast mir die Pfanne versaut, du Spiegelei des Terrors!«, oder »Ich schau dir in die Augen, gesellschaftlicher Verblendungszusammenhang!«, oder »Herein! Herein! Ich atme euch ein!«. Bei allen Stücken habe ich irgendetwas mitgenommen. Am meisten vermutlich bei »Don Juan«, in dem Pollesch die Liebe und das Lieben seziert (ich war Anfang 20, natürlich hat mich das abgeholt!). Vermutlich hat mich kein Stück so geprägt wie dieses.

Man kommt nicht, ohne sie zu spielen, an die Liebe heran. Du musst schon irgendetwas machen, das wie Liebe aussieht, und dann liebst du auch. Das kommt nicht tief aus dir drinnen. Wenn man aufhört, die Liebe zu spielen, ist sie weg.

Ich wünschte, all diese Stücke wären in irgendeiner Mediathek verfügbar. Oder würden nochmal aufgeführt. Aber ich habe keine großen Hoffnungen. Der Rewatch von Kill Your Darlings war jedenfalls ein harter Wurf zurück in die Vergangenheit, in meine Zeit als Student, und in die Zeit, in der wir alle das Gefühl teilten: Es reicht doch nicht. Da fehlt doch was. Es reicht! Doch! Nicht!

Das hier war nicht für euch. Es war immer für uns. Macht es für euch! Zwei, drei, vier! AAHHHHHHH!

Kill Your Darlings (Volksbühne 2012) in der 3Sat Mediathek.

2023 in Büchern

Raster aller Bücher, die ich 2023 gelesen habe (16 Stück)

Ich bin nicht unbedingt die Leseratte, die ich gerne wäre. Genau genommen wäre ich natürlich auf keinsten Fall gerne irgendeine Art Ratte, ich hasse Ratten wie kein anderes Säugetier. Aber Bücher – die liebe ich! Und lesen auch. Ich merke, wie meine Konzentration immer mehr verkümmert über die Jahre; vermutlich liegt es an Social Media und dem Alter und dem Jahrhundert. Aber wenn ich das richtige Buch zur Hand habe, genieße ich es sehr, und vergesse die Zeit. Und das ist doch das beste Gefühl.

Außerdem habe ich in diesem Jahr die örtliche Bibliothek für mich entdeckt. Seit meinem Umzug lebe ich sehr nah an einer Stadtbibliothek, die eine gute, aber nicht überfordernde Auswahl an Belletristik hat. Fast jedes meiner diesjährigen Bücher habe ich dort geliehen, und ich liebe es, dort einfach durch die Regale zu stöbern, die Auslagen und die Themenregale anzusehen, und mich daran zu freuen, dass dieser Ort so gut besucht ist.

Ich dokumentiere meine Bibliothek bei literal, weil ich Goodreads abscheulich finde, und mag, dass Nina und ich gegenseitig unsere kleinen Reviews und Bewertungen und Aktivitäten dort liken. 2023 in Büchern:

  1. Paul Bokowski – Schlesenburg ★★★★★
  2. Mariana Leky – Kummer aller Art ★★★★★
  3. David Sedaris – Nackt ★★★☆☆
  4. Jonny Sun – Goodbye, Again ★★☆☆☆
  5. Sebastian Hotz – Mindset ★★★☆☆
  6. Carla Kaspari – Freizeit ★★★★☆
  7. Frédéric Schwilden – Toxic Man ★★☆☆☆
  8. John Green – Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken ★★★☆☆
  9. Annie Ernaux – Die Jahre ★★★★★
  10. Ferdinand von Schirach – Nachmittage ★★★★★
  11. Wolfgang Herrndorf – In Plüschgewittern ★★☆☆☆
  12. Ferdinand von Schirach – Kaffee und Zigaretten ★★★★★
  13. Martin Suter – Der Koch ★★★☆☆
  14. Franz Hohler – Gleis 4 ★★★☆☆
  15. Judith Hermann – Daheim ★★☆☆☆
  16. Kent Haruf – Unsere Seelen bei Nacht ★★★☆☆

Ein prüfender Blick auf die Liste zeigt: Viel (!) zu wenige weibliche, queere und nicht-weiße Autor·innen. Kaum Neuerscheinungen; aus der Phase bin ich irgendwie raus gerade. Kein einziges Sachbuch, aber sind wir mal ehrlich, die meisten Sachbücher könnten auch einfach ein Podcast oder eine E-Mail oder ein LinkedIn-Post sein. 

Für 2023 hatte ich mir eigentlich auch vorgenommen, mehr auf Lesungen zu gehen. Das hat so gut wie überhaupt nicht geklappt; nur zweimal, und beide Male nicht von mir initiiert. Ich habe Stefanie Sargnagel aus ihrem Roman »Dicht« lesen hören, und Daniel Schreiber aus seinem neuen Essay »Die Zeit der Verluste«. Beides hat mir sehr gut gefallen; beide Bücher habe ich noch nicht gelesen. Vielleicht dann in 2024, sobald meine Bibliothek sie im Sortiment hat. Bis dahin: Frohes Lesen!

Über Kapitalismus

Kapitalismus ist so ein großer, düsterer Begriff – ich habe mich bisher kaum an ihn herangetraut. Ich weiß, dass wir in einer kapitalistischen Gesellschaft leben; dass er auch Vorteile und positive Aspekte hat. Aber gleichzeitig weiß ich: Wir brauchen ein besseres, nachhaltigeres System. Jason Hickel fasst in diesem Twitter-Thread Elemente aus seinem Buch Less is more zusammen. Er definiert Kapitalismus darin nicht, wie viele Menschen, durch »Märkte und Handel«. Das alles gibt es seit Jahrtausenden. Kapitalismus selbst sei aber erst 500 Jahre alt – Hickel erläutert also:

People often assume that capitalism is defined by “markets and trade”. But markets and trade existed for thousands of years before capitalism. Capitalism is only 500 years old.

Hier seine drei wichtigsten Thesen:

First, and most importantly, it [capitalism] is defined by enclosure and artificial scarcity. The origins of capitalism lie in a systematic effort by elites to restrict people’s access to commons and independent subsistence, in order to render them reliant on wage labour for survival. (Tweet)

Künstliche Verknappung und Eingrenzung von Gemeingut und Gütern (wie etwa Wohnraum, Nahrung oder Bildung) wurde in den letzten 500 Jahren unkontrolliert vorangetrieben durch Privatisierungen und forciertes Wachstum:

Second, capitalism is organized around – and dependent on – perpetual expansion, meaning ever-increasing production of commodified goods. It is the only intrinsically expansionary economic system in history (meaning it basically has a crisis if it doesn’t continually expand). (Tweet)

Alles muss immer größer, schneller, lauter, profitabler werden. Unser Wirtschaftssystem gerät in eine Krise, wenn nicht expandiert wird. Dummerweise geht es bei diesem Wachstum nicht darum, den Bedürfnissen der Gesellschaft nachzukommen (sonst wäre etwa dringend benötigter, bezahlbarer Wohnraum einfacher zu erschaffen), sondern darum, Profite (Knete!) zu machen. Knete Knete Knete.

Finally, capitalism is notable for precluding democratic decision-making. Even in countries that prize political democracy, democratic principles are rarely allowed to operate in the sphere of production, where decisions are made overwhelmingly by those who control capital. (Tweet)

Geld ist Macht; wer viel Geld hat, darf viel bestimmen – ein einfaches, bekanntes Dilemma. Priorisiert werden auch in horrenden Krisen wie der Klimakatastrophe, in der sämtliche Fakten und Szenarien auf dem Tisch liegen, nicht die Maßnahmen, die für die Bedürfnisse der Gesellschaft nötig wären (wie etwa: Reduzierung der Emissionen, um Naturkatastrophen, Hunger, Flüchtlingswellen und generelle Erderwärmung zu reduzieren), sondern vor allem die, die wirtschaftlich gewinnbringend sind. Die Machthabenden wollen Geld – it’s always been like that. Märkte und Handel an sich sind nicht das Problem; es sind die daraus resultierenden, kaum regulierten Praktiken: Künstliche Verknappung, erzwungenes Wachstum und finanziell motivierte politische Entscheidungen sind der Kapitalismus, der uns von innen heraus aushöhlt.

Januar-Liste 2022

Nachdem die erste Januar-Woche schon so turbulent war, war der Rest des ersten Zwölftel des Jahres doch eher gemäßigt. Was vor allem an der Tatsache lag, dass ich durch eine kleine Operation am Fuß nur schlecht laufen konnte und so knapp zwei Wochen das Haus kaum verlassen habe. Nach zwei Jahren Corona ist das aber ja auch irgendwie nichts besonderes mehr. Also los:

  • Bzgl. Corona: Die Luft ist raus.
  • Generelles Misstrauen dem niedrigen Stresslevel gegenüber.
  • Gutes Gefühl: Instinkt! Das hat doch bisher auch immer ganz gut geklappt. Und im Zweifel: Euphorie hilft auch.
  • Musical-Filme sind wirklich absolut furchtbar anzusehen. Alles in mir wehrt sich gegen diese Synthetik-Emotionen. Die Darsteller·innen glauben sich das doch selbst nicht!
  • 24. Januar, 14 Uhr: Mein Kalender erinnert mich an das nächste anstehende Ereignis: »Nickerchen«. So muss das sein.
  • Matschige Tage, innen wie außen
  • Drehe einen Texteinstieg hin und her. Er will mir einfach nicht gelingen. Wie schrecklich muss es sein, Schreiben zum Beruf zu haben?! Wie kommt ihr klar?!
  • 2002. 2012. 2022. Ab irgendeinem Punkt im Leben kann man sich an alles erinnern, und die Jahre rasen nur so an einem vorbei.
  • Mitten im Januar fange ich an, meine persönlichen Excel-Tabellen akribisch neu zu strukturieren. Nach Jahren lerne ich endlich verschiedene Formeln und Funktionen und am Ende sitze ich vor einer Vielzahl an Tabellenblättern, die ich so in zwei Monaten (wenn ich meine Steuererklärung mache) definitiv überhaupt nicht mehr verstehen werde.
  • Gelernt: Ein Großteil meiner Unentschlossenheit hängt damit zusammen, dass ich mir selbst nichts erlaube. Wer sich selbst wichtig nimmt, der stellt sich doch manche Fragen erst gar nicht.
  • Denke über die Anschaffung einer lauteren Präsenz nach.
  • Bisher hat mein krampfhaftes Mantra »Jetzt hab ich’s, jetzt hab ich Corona!« zuverlässig gegen eine Infektion geholfen. Und die Tatsache, dass ich das Haus leider so gut wie gar nicht verlassen habe.
  • Da hinten im Kopf sitzt sie, die kleine Sorge, und manchmal macht sie sich bemerkbar.
  • Live in the moment then let it go.