musik

The Screenshots

© Frederike Wetzels

Ich bin mal wieder spät dran, aber nachdem ich etwa zwei Jahre nur nebensächlich daran interessiert war, dass meine komplette Twitter-Blase die Band The Screenshots bedingungslos abfeiert, bin ich jetzt, wenige Tage vor ihrem Album-Release, auf den Geschmack gekommen und – mildly said – HOOKED! Nicht nur wegen der absoluten Süßmäuse Dax Werner, Susi Bumms und Kurt Prödel, die die Musik machen, sondern auch einfach, weil ~das Gesamtpaket~ stimmt! Das Cover des neuen Albums »2 Millionen Umsatz mit einer einfachen Idee« ziert das Maskottchen Glühbi, und auch sonst ist die Gestaltung und die Goodies, die man zur Vorbestellung bekommt, genau so wholesome wie die Musik (lieb gemeint).

Besser als all das ist aber die Morning Show, die die drei seit Mai moderieren. Sie trifft genau meinen Geschmack: Kurzweilig, ironisch und trotzdem nicht fies, mit knackigen Kategorien und Gästen wie Ilona Hartmann oder Ilgen Nur, und (natürlich!) einer Begleit-Playlist ist es dieses Jahr vermutlich mit eins der besten Dinge, die im Internet passieren.

In der heutigen Folge sprechen die Screenshots über ihr neues Musikvideo, das visuell inspiriert ist von – never forget! – Sofaplanet, und damit wäre wirklich alles Schöne und Gute in der Welt vereint. Wie kann man eine Band nicht lieben, die ganz harmlos über Snacks singt?!

✳︎ The Screenshots auf Spotify, Apple Music und Bandcamp
✳︎ Die Morning Show auf Spotify und Apple Podcasts
✳︎ Das neue Album kann man in ihrem Shop vorbestellen

 

Okay Kaya

Wer am wattierten Grundrauschen von Leif Randts Allegro Pastell Gefallen gefunden hat, fühlt sich sicher auch in der Musik von Okay Kaya wohl. Ganz im Stile der Radical Softness ist es mir lyrisch zwar manchmal fast ein wenig zu graphic, aber wenn dann sie dann die Zeile »Sex with me is mediocre / But I can give you asexual wellbeing« singt, wippe ich schon gerne mit – soweit das bei dieser radikalen Weichheit eben funktioniert. Die Wiener Zeitung hat’s schöner zusammengefasst:

Im Vergleich zu den Texten wirkt die Musik hingegen vorsichtig, fast behutsam und so, als habe man sich um Understatement bemüht. In „Mother Nature’s Bitch“ kommt ein Hauch von Extravaganz auf, ansonsten mäandert Wilkins zwischen Folk, Indie-Pop, ein bisschen konzertantem Pathos und Elektronik mit viel Retro-Chic, um ihre zwischen nordischer Elfe und Lana del Rey schwingende Stimme erzählen und – je nach Stimmungslage – betören oder befremden zu lassen.

Und deswegen kommt hier auch direkt noch der Hit, mit dem ich momentan gerne meinen Tag unter einer erst warmen und dann schön erfrischend kalten Dusche beginne:

Okay Kaya gibt es bei Spotify, Apple Music und Bandcamp.

Milky Chance – Scarlet Paintings (Stay Home Sessions)

Milky Chance haben mit den Stay Home Sessions vier ihrer Titel von zu Hause aus neu aufgenommen, und dieser hier ist der Schönste von allen. Die Stay Home Sessions gibt’s auf Spotify und Apple Music.

Knäckebrot und Kaffeesorgen

Gerade bleiben wir alle zu Hause, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Lisa und Kevin (Clickclickdecker!) und das Kollektiv Barner 16 haben die Musik (YouTube-Video) dazu gemacht, und jeden Abend holt mich dieser Track kurz und schön aus meinem täglichen Meltdown. Danke dafür.

Black Marble: Bigger Than Life

Gerade habe ich überraschend viel Freunde daran, hier über Musik zu schreiben. Es geht, nach Hatchie, also direkt weiter mit meinem aktuellen Dauerbrenner: Dem 2019 erschienen Album Bigger Than Life von Black Marble. Entstanden ist das Album allerdings in LA, und so hört es sich auch an; sonnenbestrahlte Cold Wave Songs, analog-oszillierend zwischen NY und LA, und das alles klingt so furchtbar nach fadenscheinigem Musikjournalismus, dass Martin mir für diesen Text persönlich die Rübe abreißen wird, aber: I’m in for it! Das großartige Cover hatte ich vor einiger Zeit auf Instagram gesehen und wieder vergessen, obwohl eigentlich schon das Foto allein all the feels auslöst. Jeder kennt die Situation, und dass man sich in den 40 Minuten, die das Album durchspielt, in diese Umarmung hinein fühlen kann, das ist doch schon was; mehr braucht es doch gar nicht.

Ganz nebenbei ist die Musik dazu dann aber auch noch großartig, und perfekt geeignet für Wohnzimmersockentanz und Sommervorfreude. Live haben wir sie gerade leider verpasst, also bleibt erst mal nichts anderes, als das Album beim Streaming-Dienst eures Vertrauens rauf und runter zu hören. Viel Spaß!

Black Marble: Bigger Than Life (Sacred Bones Records) bei Bandcamp, Spotify, Apple Music

Hatchie

Kommt nicht mehr oft vor, aber hin und wieder spielt mit der Spotify Algorithmus dann doch Songs in die generierten Playlists, die tatsächlich dazu führen, dass ich mir Interpret und Titel merke, sogar mal einen Blick in die Songtexte werfe, oder mir Musikvideos und ähnliche Interpreten ansehe.

Zuletzt war das bei Hatchie so – und ehrlicherweise hat da schon der Name gereicht, um mich absolut zu überzeugen. Gesundheit! Hatchie ist der Künstlername der australischen Singer-Songwriterin Harriette Pilbeam, ihr Album Keepsake ist vom vergangenen Sommer, aber mich holt es auch in diesem regnerischen Winter ziemlich ab. Und das Musikvideo zu meinem Dauerohrwurm Obsessed setzt uns einfach mit in den Tourbus und lässt nochmal kurz verlotterte Teenage Dreams aufleben. Ehrlicherweise genau das, was ich gerade brauche.

Hatchie gibt’s bei Spotify, Apple Music, und Bandcamp.

Sommer 2006

Was gäb ich für Küsse wie kalte Kirschen,
Zeit wie Sand am Meer
Was gäb ich her, wenn jeder Tag
wie der erste des Sommers wär.

Mia. – Engel (YouTube Link)