musik

Stefanie Schrank: Fabrik

Es ist doch schön, zu sehen, dass sich manche Dinge nicht verändern. Dass manche Sphären immer noch die gleichen sind; sich nicht kontinuierlich entwickeln müssen. Dass es auch Kunst gibt, die nicht immer etwas neues, noch abstrakteres, grenzüberschreitenderes sein muss. Es ist doch schön, dass es Musik gibt, die man nach zehn oder 15 Jahren noch gut finden kann, und die sich seitdem auch nicht komplett verwandelt halt.

Stefanie Schrank ist so ein Fall: Ich habe ihre Musik in der Band Karpatenhund und vor allem Locas in Love geliebt. Und nicht nur das – auch ihre Haltung: Dieses Okay mit sich sein, nicht rebellieren müssen, sondern einfach Spaß an der Sache haben. Und deswegen macht es mich froh, dass eine weitere Single-Auskopplung ihres bevorstehenden Solo-Albums (VÖ am 27. September bei staatsakt) einfach ein Stop-Motion-Film in klassischer Manier ist. No fuzz! So wie wir das im Designstudium früher gemacht haben. Und auch, wenn mir das erste Mal die Musik nicht so zusagt: Schön, dass das alles immer noch da ist.

› Das Video zu »Schrank« bei YouTube
› Stefanie Schrank bei Spotify / Apple Music
› Das beste Lied von Locas in Love: Nein (Bandcamp)

(via musikexpress)

(Breathe In And Out And Go) Easy

Menschen beim Musik machen zusehen ist ja immer eine Freude – und wenn die Leute dann auch noch so gedankenversunken und gut aussehen wie die vier Herren der kalifornischen Band WHY?, lohnt es doppelt und dreifach, sich meinen seit Wochen festsitzenden Dauerohrwurm Easy in der Buzzsession-Variante zu Gemüte zu führen.

Eigentlich müsste man über WHY mal einen längeren, lobhudelnden Beitrag schreiben – wie ich mit Moni und meinen großen Kopfhörern 2008 auf dem Sportplatz lag, wir These Few Presidents hörten und ich mit den immer-schwurbeligen Lyrics nichts anfangen konnte, bis Moni mutmaßte, dass es sich bei den few presidents vermutlich um ein paar Geldscheine handelte, und wie mir Liedzeilen wie You’re a beautiful and violent work / With the skinny neck of a Chinese bird / In a fading ancient painting so nur noch mehr Freude und Poesie bereitet haben. Sollte man mal. Oder einfach die Alben genießen: Auf Apple Music oder Spotify.

The Embassy – White Lake

Cover artwork for The Embassy’s album White Lake

Das schwedische Elektropop-Duo The Embassy hat, nach fünf Jahren, ein neues Album veröffentlicht. White Lake heißt es, und wie schon die Vorgänger-Alben und -Compilations bewiesen haben, sind Fredrik Lindson und Torbjörn Håkansson hinter das Geheimnis perfekter Popmusik gekommen: Nicht nervig, nicht langweilig, und zwischendurch mit sanften Seufzern versehen funktioniert auch White Lake erfreulich gut als Vorder- wie auch Hintergrundmusik. Nicht ganz so gut wie meine All-Time-Favourites Tacking (2005) und Life in the Trenches (2011), aber hörenswert.

White Lake auf Bandcamp / Spotify / Apple Music

Superfood

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Seit einigen Wochen bin ich besessen von einem Track der Band Superfood, der in meiner Spotify Weekly Playlist landete, und der die berechtigte Frage stellt: Where’s The Bass Amp?

Wie immer bin ich viel zu spät dran; ein Jahr, um genau zu sein, denn im September 2017 erschien schon das zweite Album der Band, betitelt: bambino. Meine Lieblingstracks sind besagter Bass Amp und Double Dutch, aber auch der Rest des Albums katapultiert bequem zurück in Indie-Pop-Zeiten, in denen wir noch Blogposts über Musik geschrieben haben. Link zu Spotify und Apple Music.