Five things for your Sunday

I am a big fan of daylight saving time. While it’s not nice to be robbed of one hour of sleep, it is so much worth in the long run: Days are getting longer, we’re actually saving some daylight time. I’ll be a bit more alive for the next months. So—here are five things that inspired me recently. Maybe you want to squeeze them into your longer days that we have from now on.

Deb Chachra’s newsletter “Metafoundry”

Deb is an associate professor of Engineering, where she teaches materials science and engineering design. She also writes a newsletter about technology, design, social justice, geography and much more. I especially like the briefness of it, while it’s still incredibly inspiring. Enriched with little situational stories and facts, it’s the perfect reading for a Monday morning train ride. Subscribe here.

James Bridle – We found love in a coded space

I discovered James’ work first through his research on The New Aesthetic, where he describes the influence of digital patterns in the analog world. All of his writing is incredible and interesting. In his talk “We found love in a coded space” (literally the best talk title ever), James talks about our relationship to robots, and their belonging in this world. Watch it here.

Alex Feyerke – Step off This Hurtling Machine

Alex gave a talk at JSConfAU last year, which was recently published online. It’s a great and insightful round-up of the field web developers (and generally everyone who makes the web) are working in. Just watch it, there are tons of things in it you didn’t think or know of before. Watch it here.

Urban Outfitters Blog

I always get frustrated with fashion and interior blogs. It’s nice to look at them, but their content is very repetitive and staged; it’s hard to get anything real out of those faces and spaces. But I like the Urban Outfitters blog, where you can find—between all the fashion and brand-blah-blah—real gems: For example this Collection of Books That Inspired Our Favourite Movies, or Annie Seo’s Black + White drawings.

Drawing People on the Subway

I like drawing. It relaxes me, especially when I do it without purpose. But sometimes I need a purpose, and commuting through the city is perfect inspiration. Hallie Bateman explains step by step, beautifully illustrated, how to draw people on the subway.

29. März 2015

Millionaire

Kelis feat. Andre 3000 — Millionaire

12. März 2015

Kann dieses Brezel mehr Fans als Tokio Hotel haben?

Seit Anfang des Jahres klebt an meiner Wohnungstür ein Post-It, das mir immer beim Verlassen des Hauses ins Blickfeld springt. EIN TEXT AM TAG steht darauf, in ungelenken, krakeligen Versalien.

Ich habe das Post-It geschrieben, um die Zeit, die ich in Zügen und Wartephasen verbringe, effektiver zu nutzen. Im Status Quo starre ich in mein Mobiltelefon, hin und wieder lese ich sogar ein paar Seiten meiner aktuellen Lektüre. Aber primär verstreicht die Zeit als Wartezeit. Ein motivierender Zettel sollte das ändern.

Seit Anfang des Jahres, seit dem Aufhängen des Post-Its, habe ich keinen Text mehr geschrieben. Ein paar Absätze hier und da, nichts formhaftes, nichts echtes. 35 Entwürfe, die lediglich aus einer Headline bestehen (weil sie gut klingt). Heute habe ich den Zettel abgenommen. Ab heute geht es weiter. 00:01. Publish.

21. Februar 2015

Kurze / Januar 2015

Auf der Rolltreppe steht ein junges Pärchen, und als ich mich auf den Weg nach oben mache, starrt die Frau mich lange an; ist kurz davor, ihrem Partner etwas zuzuflüstern. Ich kann mich nicht entscheiden zwischen angrinsen und beschämt wegsehen.

Einer der fünf Jungs lehnt immer am Gitter des Sportplatzes, mit scheuem Blick der Welt da draußen zugewandt, und wenn ich Abends mit dem Rad am an ihm vorüber fahre, streichen seine Finger ganz langsam von Gitterstab zu Gitterstab, und dann bin ich schon an ihm vorbei.

Da ist ein Entsetzen in Michaels Blick, als er das Feuerzeug auf meinem Schreibtisch sieht; rauchst du jetzt etwa auch, fragt er.

Woher die Leute ihre Geduld nehmen für die Verschlafenheit der Katertage, die sie nach ihren vielen Gin Tonics erwartet, frage ich mich manchmal, aber nicht zu sehr, denn ich gönne es ihnen, genau wie ich euch eure Zigaretten gönne und eure Autos und

Eines nachts höre ich es: ein Flüstern im Hausflur, Treppensteigen. Das türkische Mädchen, das über mir wohnt, ruft sanft den Namen ihrer Katze. Tzschiep tzschiep tzschiep. Ich kenne nun einen türkischen Katzennamen, und auch die Ursache des beißenden Geruchs im Treppenhaus.

Der Indikator für einen schlechten Tagesstart ist der Moment, in dem man die Creme auf den Handflächen verteilt, die Hände Richtung Gesicht führt und dann mit richtig viel Kraft das Gesicht einbalsamiert, ohne vorher die Brille abgenommen zu haben.

17. Januar 2015

Kennt ihr das auch?

Kennt ihr das auch,
dass ihr manchmal eine Pause von euren Freunden braucht; die einfach nicht sehen wollt, weil ein blöder Satz gefallen ist oder ihr euch drei Tage am Stück auf der Pelle gesessen habt?

Kennt ihr das auch,
dass ihr manchmal von der Arbeit nach Hause kommt und auf dem Badezimmerteppich zusammen sinkt, weil man im Bad seine Ruhe hat, weil da keiner ist und weil es niemanden etwas angeht, wie lange man dort bleibt?

Kennt ihr das auch,
dass ihr manchmal hinter Menschen her lauft, weil euch deren Geruch an eine Person erinnert, die ihr mal geliebt habt, oder an ein Haustier, das es nicht mehr gibt? Und ihr lauft dann mehrere duzend Meter mit, weil die Erinnerung so gut tut?

Kennt ihr das auch,
dass ihr manchmal so brennend an der Meinung anderer zu einem Thema interessiert seid, dass ich während der Diskussion kein einziges Wort sagt, bis irgendwann die Stimmung kippt, und ihr gar kein Wort mehr zum Thema sagen wollt?

Kennt ihr das auch,
dass ihr wochenlang auf einen Moment hin fiebert; ein Treffen ein Gespräch das Ende eines Wartens, und dann, wenn alles geschafft ist und ihr angekommen seid, wünscht ihr euch so weit wie nur irgendwie möglich entfernt vom Hier und Jetzt?

25. Dezember 2014