Vier Dinge für mehr Fröhlichkeit

Manchmal sind es die kleinen Dinge des Alltags, die Großes bewirken: Vier Gegenstände auf meiner geheimen Wunschliste.

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Das puschelige Lenkrad: Nicht, dass ich ernsthaft über die Anschaffung eines Autos nachdenke, aber hätte ich eins, wäre der puschelige Lenkradüberzug das erste Accessoire. Er umschmeichelt die Handflächen und unterbindet jegliche Stresssituationen beim Fahren.

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Der Handstaubsauger: Unsere Brotschneidemaschine ist eins der wichtigsten Küchengeräte – und gleichzeitig eins der bröseligsten. Wie genugtuend wäre es, all die Brotkörner mit einer einfachen Handbewegung aufzusagen – man denke nur mal an das herrlich knisternde Geräusch!

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Die Stirnlampe: Beim Abspülen in der Wohnung eines Freundes trug ich neulich eine Stirnlampe und bemerkte: Alles wird so viel klarer durch einen konzentrierten Lichtstrahl! Jede Aktivität wird ordentlich beleuchtet und liegt mehr im Fokus. Großartig!

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Der Poncho: Ich verweise hiermit auf meine Lieblingsszene der britischen Serie The Mighty Boosh: Es ist im Grunde unmöglich, unglücklich zu sein, während man einen Poncho trägt. Ich habe es getestet und bemerkt: Stimmt!

28. Februar 2013

Hipstersteine

Pyrit

Vor ein paar Tagen saß ich mit meiner guten Freundin und Nachbarin Miriam am Küchentisch. Wir unterhielten uns über Grafikdesign und gestalterische Stile – um den Begriff Trendgestaltung elegant zu vermeiden. Von überpräsenten geometrischen Formen (▲) zu monochromen Bildern, kamen wir auch auf anhaltend angesagte Themenschwerpunkte, die oft zur grafischen Aufmachung sämtlicher Ideen dienen. Dazu wusste Miriam, wie so oft, eine schöne Anekdote zu erzählen:

Neulich kam ihr Freund von einer Reise aus Wien zurück und überreichte ihr freudestrahlend ein Geschenk: Bei der Wohnungsauflösung einer alten Dame hatte er eine Sammlung interessanter Steine entdeckt, von der er einen für Miriam eingesteckt hatte. Die freute sich auch total über den durchaus schönen, kinderfußgroßen Stein, einen klassischen Pyrit, aber bei unserem Gespräch am Küchentisch reflektierte sie verwundert: „Also, gestalterisch konnte ich ja viele Themen nachvollziehen: Dreiecke, Schrägstriche und Monochrombilder – ja, sogar das Universum als immer wiederkehrendes Thema fand ich spannend. Aber was die Designer neuerdings immer mit ihren Hipstersteinen haben – ich kann das einfach nicht begreifen.“

Begreifen hin oder her – Als Briefbeschwerer ist der Pyrit jedenfalls durchaus schön anzusehen. Und nach kurzem Grübeln widmeten Miriam und ich uns wieder unserem Nachmittagstee.

English version

Hipster Stones

A few days ago my friend and neighbour Miriam and I were sitting at the kitchen table, discussing graphic design topics and modern design techniques (to elegantly avoid the term trend design). We talked about overused geometrical shapes (▲), monochromatic photography and were also exploring trending topics that recently supported lots of ideas in graphic design visually. Miriam knew to tell a funny anecdote on that:

Recently her boyfriend came back from Vienna with a present for her: During the clearance of an old woman’s house, he found a collection of interesting stones. So he picked one and gave it to Miriam. She was quite excited, as the stone was, with it’s size if a children’s foot, indeed beautiful—a classic pyrite. But reflecting the scenario at my kitchen table, she felt weird about it: “From a design perspective, I’m really able to relate to a lot of things: I understood the coolness of triangles, exaggerated slashes, monochrome pictures, and even the universe as a creative topic was cool in some way—but really, I don’t get designers and their recent hype for hipster stones.”

To be honest, I don’t really get it either, but the pyrite looks good as a paperweight. And sooner than later, Miriam and I drew our attention from stones back to our afternoon tea.

5. August 2012