
Ganz klare Sache: lesen ist ein Wettbewerb! Wer nicht liest ist auch nichts wert, wir müssen viel mehr lesen, viele viele Bücher, wir müssen unsere Rekorde brechen und die anderen dabei überholen! 6.700 Seiten, wenn das mal kein Sieg ist! Hier meine Jahresleseliste von Goodreads (mystischerweise fehlt ein Buch in der Liste, ich weiß nicht wie Goodreads auf 25 kommt), mit kaum editierten Notizen:
- Haruki Murakami – Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki ★★★☆☆
I want to go through this book with a pair of scissors and shorten it drastically! - Doris Dörrie – Was wollen Sie von mir? ★★★★☆
Kurzweilig, lakonisch, classic Dörrie. Auch schön, wenn man mal Lust auf eine kurze Zeitreise in die 80er hat. Als man in Hotels noch einen Zimmerservice rufen konnte, und trampen nicht lebensgefährlich war (oder zumindest fühlte es sich wohl nicht so an). - Banana Yoshimoto – Eidechse ★★★★★
- Giulia Becker – Wenn ich nicht Urlaub mache, macht es jemand anderes
- Annika Büsing – Nordstadt ★★★★☆
- Rachel Reid – Heated Rivalry
Für den Frühjahrsurlaub hatte ich mir vorgenommen, endlich mal heimlich einen Sexroman zu lesen! Heated Rivalry war eine gute Wahl; genau so schlicht wie man es sich wünscht. Konnte ja nicht wissen, dass das Buch im November als Serie erscheinen würde und meinen Instagram-Feed lahmlegt. - Ottessa Moshfegh – Homesick for Another World ★★☆☆☆
Moshfeg is such a brilliant writer, and this book would be such a joy to read if any of these stories were actually stories. - Sönke Ahrens – How to Take Smart Notes ★★★☆☆
- Doris Dörrie – Was machen wir jetzt? ★★★☆☆
- Adrian Tomine – Q&A ★★★☆☆
- Isabel Bogdan – Wohnverwandtschaften ★★★☆☆
- Carla Kaspari – Das Ende ist beruhigend ★★★★★
- Annette Pehnt – Café Augenblick
- Tobias Rüther – Herrndorf: Eine Biographie ★★★★★
Akribisch und fast schon voyeuristisch, wurde irgendwann zum Sog, obwohl man ja weiß was passiert. Die Entstehungs- und Hintergrundgeschichten zu Herrndorfs Büchern sind interessant, aber noch schöner war es, von Herrndorfs Netzwerk und Freundeskreis und der publizistischen Internetkultur in den 2000ern zu lesen. - Tonio Schachinger – Echtzeitalter ★★★★☆
Dass man hier für über 360 Seiten in einer schrecklichen Schulzeit festgehalten wird, hat sich schon nach 150 Seiten erzählt. Ich fand’s ein wenig langatmig und durch viele Nebensätze gestreckt, aber irgendwas hat mich dennoch gekriegt, und es war nie peinlich, trotz des Gamer- und Teenager-Settings. - Ulrike Sterblich – Drifter ★★★★★
Mein Buch des Jahres. Er war wie für mich geschrieben, und hat mich zur perfekten Zeit erreicht. Irgendwie surreal und magisch, und trotzdem ganz echt und klar. Hatte selten so viel Spaß beim Lesen! - Douglas Stuart – Young Mungo ★★★☆☆
I did not hate this book, but I didn’t love it either. It was hard to read; like watching a car crash; I felt like a voyeur at times. For all the pain and violence that happens in this story, we’re only rewarded with two or three gentle moments—it was not enough. - Kang Han – Die Vegetarierin ★★☆☆☆
- Kurt Prödel – Klapper
- Jonathan Safran Foer – Alles ist erleuchtet ★★★★☆
Re-read, made me cry once more. - Verena Keßler – Gym ★★★★★
War wirklich wie ein Workout: Am Ende des zweiten Satzes tat es dann schon weh, aber auf diese geile Art. - Martin Suter – Die Zeit, die Zeit ★★★★★
Re-read, immer noch merkwürdig und gut. - Ulrike Sterblich – The German Girl ★★★★☆
Hat ein wenig gedauert, bis ich reinkam, aber war dann doch invested in the Geschichten von Mona und Max und Co, und der lakonisch-lockere Sterbliche Schreibstil hat Spaß gemacht. Nicht ganz so viel Spaß wie Drifter, allerdings. - Anna Maschik – Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten ★★★★★
Streng im Text und streng im Format, das war toll!
Für das kommende Jahr habe ich mir vorgenommen, mal wieder das ein oder andere Sachbuch zu lesen. Bisher habe ich das vermieden, weil ich finde, dass die meisten Sachbücher auch ein guter Blogpost hätten sein können. Aber gleichzeitig will ich auch schlauer werden (!) – wer also gute Sachbuchempfehlungen hat: her damit!