bleiben uns die schönen Momente. Die schlechten Witze am Telefon. An meine Schulter gelehnt imitierst das Geräusch eines iPhones, das ans Akkuladegerät angeschlossen wird. Deine Augenlider, die immer so schön flackern, der Erdbeerfleck neben der rechten Brustwarze. All die gute Musik, und die Orte, die nun immer deinen Beigeschmack und unsere gemeinsame Duftmarke tragen.
Vier Dinge für mehr Fröhlichkeit
Manchmal sind es die kleinen Dinge des Alltags, die Großes bewirken: Vier Gegenstände auf meiner geheimen Wunschliste.

Das puschelige Lenkrad: Nicht, dass ich ernsthaft über die Anschaffung eines Autos nachdenke, aber hätte ich eins, wäre der puschelige Lenkradüberzug das erste Accessoire. Er umschmeichelt die Handflächen und unterbindet jegliche Stresssituationen beim Fahren.

Der Handstaubsauger: Unsere Brotschneidemaschine ist eins der wichtigsten Küchengeräte – und gleichzeitig eins der bröseligsten. Wie genugtuend wäre es, all die Brotkörner mit einer einfachen Handbewegung aufzusagen – man denke nur mal an das herrlich knisternde Geräusch!

Die Stirnlampe: Beim Abspülen in der Wohnung eines Freundes trug ich neulich eine Stirnlampe und bemerkte: Alles wird so viel klarer durch einen konzentrierten Lichtstrahl! Jede Aktivität wird ordentlich beleuchtet und liegt mehr im Fokus. Großartig!

Der Poncho: Ich verweise hiermit auf meine Lieblingsszene der britischen Serie The Mighty Boosh: Es ist im Grunde unmöglich, unglücklich zu sein, während man einen Poncho trägt. Ich habe es getestet und bemerkt: Stimmt!
Urheberrecht & Musikkultur
Morgen startet die Veranstaltung „Urheberrecht und Musikkultur“ des Instituts für Musik- und Medienwissenschaft der HU Berlin mit einem Vortrag von Dr. Jürgen Brandhorst – seines Zeichens Geschäftsführer der GEMA-Stiftung. Ich steuerte das Poster bei und bin sicher, dass die Abende ein paar spannende Aspekte bereit halten werden.
Fachschaft Musikwissenschaft und Medienwissenschaft / HU Berlin
Am Kupfergraben 5, 10099 Berlin
18.00 bis 19.30 Uhr — Facebook Event
Es ist nicht unsere Schuld, dass uns die Liebe nicht gelingt
Ich bin die Strasse hinuntergegangen,
an den Reihenhäusern vorbei,
und ich hätte Dir gerne gesagt: „In keines dieser
hell erleuchteten Fenster würde ich hinein wollen
und reden mit den Leuten dahinter,
nirgendwo auf der Welt, auch nicht
On The Streets Of Berladelphia.”
— René Pollesch, Kill Your Darlings!, in der ZDF Mediathek.
Rituale des Verschwindens
Concerning Berghain: The places where you would consider yourself the least are sometimes the most suitable ones.
Hipstersteine

Vor ein paar Tagen saß ich mit meiner guten Freundin und Nachbarin Miriam am Küchentisch. Wir unterhielten uns über Grafikdesign und gestalterische Stile – um den Begriff Trendgestaltung elegant zu vermeiden. Von überpräsenten geometrischen Formen (▲) zu monochromen Bildern, kamen wir auch auf anhaltend angesagte Themenschwerpunkte, die oft zur grafischen Aufmachung sämtlicher Ideen dienen. Dazu wusste Miriam, wie so oft, eine schöne Anekdote zu erzählen:
Neulich kam ihr Freund von einer Reise aus Wien zurück und überreichte ihr freudestrahlend ein Geschenk: Bei der Wohnungsauflösung einer alten Dame hatte er eine Sammlung interessanter Steine entdeckt, von der er einen für Miriam eingesteckt hatte. Die freute sich auch total über den durchaus schönen, kinderfußgroßen Stein, einen klassischen Pyrit, aber bei unserem Gespräch am Küchentisch reflektierte sie verwundert: „Also, gestalterisch konnte ich ja viele Themen nachvollziehen: Dreiecke, Schrägstriche und Monochrombilder – ja, sogar das Universum als immer wiederkehrendes Thema fand ich spannend. Aber was die Designer neuerdings immer mit ihren Hipstersteinen haben – ich kann das einfach nicht begreifen.“
Begreifen hin oder her – Als Briefbeschwerer ist der Pyrit jedenfalls durchaus schön anzusehen. Und nach kurzem Grübeln widmeten Miriam und ich uns wieder unserem Nachmittagstee.
English version
Hipster Stones
A few days ago my friend and neighbour Miriam and I were sitting at the kitchen table, discussing graphic design topics and modern design techniques (to elegantly avoid the term trend design). We talked about overused geometrical shapes (▲), monochromatic photography and were also exploring trending topics that recently supported lots of ideas in graphic design visually. Miriam knew to tell a funny anecdote on that:
Recently her boyfriend came back from Vienna with a present for her: During the clearance of an old woman’s house, he found a collection of interesting stones. So he picked one and gave it to Miriam. She was quite excited, as the stone was, with it’s size if a children’s foot, indeed beautiful—a classic pyrite. But reflecting the scenario at my kitchen table, she felt weird about it: “From a design perspective, I’m really able to relate to a lot of things: I understood the coolness of triangles, exaggerated slashes, monochrome pictures, and even the universe as a creative topic was cool in some way—but really, I don’t get designers and their recent hype for hipster stones.”
To be honest, I don’t really get it either, but the pyrite looks good as a paperweight. And sooner than later, Miriam and I drew our attention from stones back to our afternoon tea.
Alles ist erleuchtet
„Denn noch schlimmer, als traurig zu sein, ist, wenn andere wissen, dass man traurig ist.“ — Jonathan Safran Foer