Vor meiner Haustür prügelt ein Mann auf den Parkscheinautomat ein. So eine Scheiße!, schreit er. Er hüpft einmal erzürnt auf der Stelle, wie so eine Comic-Figur, und hinterlässt eine Schmauchspur im Eis.
Die Uhren in der Riso-Werkstatt ticken langsamer. Der Cursor schiebt sich zäh über den Desktop; hier ein Testdruck, da ein paar Einstellungen an der Schneidemaschine. Man merkt hier nicht, wie die Zeit vergeht, und am Ende ist es dunkel, und die Drucke sind fertig.
Merkwürdig schlechte Laune, schon seit dem Aufwachen. Versuche ein paar Tage lang, Tagebuch im Thomas-Mann-Stil zu schreiben, um mich selbst nicht zu ernst zu nehmen.
Februar im Schnelldurchlauf: Curling, Alysa Liu, noch mehr Curling. Bin so froh, dass im März noch die Paralympics laufen; Olympia hat mich gut gerettet durch den eisig kalten Februar.
Anstatt des Regionalzugs entscheide ich mich doch für den ICE, das ist entspannter. Nix los hier. Niemand da. Keine Ereignisse, das Tagebuch: leer. Ich weiß, dass das nicht gut ist, oppose convenience, wenn nichts passiert hat man auch nichts zu erzählen. Aber entspannend war sie, die Fahrt.
»Sternzeichen Schnecke, Aszendent Stein.«
Die Sonne spiegelt sich in meinem Bildschirm. Ich traue dem warmen Wetter nicht. Vor wenigen Tagen schlitterten wir noch über den See, und jetzt soll ich hier im T-Shirt sitzen? Aber ich nehme was ich kriegen kann, und lasse mich auf darauf ein.
Ich betrachte mich und meinen Körper im Spiegel. Ich habe ein paar Kilo zugenommen, endlich. Sogar der viele Sport wird langsam sichtbar. Wenn ich das eine Licht aus und das andere an mache, finde ich den Anblick okay, gut sogar.
“My therapist: You are a good person and deserve to be loved.
Me: Oh no, I have tricked you too!”