{"id":3001,"date":"2024-04-20T17:01:31","date_gmt":"2024-04-20T15:01:31","guid":{"rendered":"https:\/\/christowski.de\/blog\/?p=3001"},"modified":"2024-04-20T17:01:31","modified_gmt":"2024-04-20T15:01:31","slug":"wien-wort-auf-di","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christowski.de\/blog\/2024\/04\/wien-wort-auf-di\/","title":{"rendered":"Wien wort auf di"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3002\" src=\"https:\/\/christowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/wienwortaufdi.jpg\" alt=\"Mann mit Zeitung in der Sonne an der Wiener spanischen Hofreitschule\" width=\"1600\" height=\"2133\" srcset=\"https:\/\/christowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/wienwortaufdi.jpg 1600w, https:\/\/christowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/wienwortaufdi-225x300.jpg 225w, https:\/\/christowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/wienwortaufdi-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px\" \/><\/p>\n<p>Anfang April habe ich einige Tage in Wien verbracht, zum Arbeiten und f\u00fcr eine kleine Portion M\u00fc\u00dfiggang. Dass ich Wien liebe, wusste ich bereits, aber dieses Mal hat es mich wirklich ganz besonders hei\u00df erwischt. Nach 30 Minuten flanieren frage ich mich: Wieso lebe ich nicht hier?! Was mache ich noch in Berlin?!<\/p>\n<p>Und w\u00e4hrend ich also so durch die Gassen laufe, die sauberen Gehwege und Geb\u00e4ude und Fu\u00dfg\u00e4ngerzonen und Menschen (all die sch\u00f6nen Menschen!) bewundere, lief mir diese Frage nach wie ein Schatten. Wieso eigentlich nicht Wien? Nat\u00fcrlich ein absurder Gedanke, jetzt, mit Anfang 30. Dar\u00fcber h\u00e4tten wir vor sechs, sieben Jahren sprechen sollen. Jetzt scheint es mir zu sp\u00e4t \u2013 mein Lebensmittelpunkt ist Berlin, seit 15 Jahren nun schon. Ich habe mich hier eingerichtet; meine Freunde, meine Wohnung, viele meiner Arbeitgeber sind hier. Und obwohl ich seit der Pandemie die meiste Zeit in meinem kleinen Dachbodenb\u00fcro verbringe, und kaum nennenswert an der flirrenden Design- und Tech-Szene Berlins teilnehme, h\u00e4tte ich doch Skrupel, mich vollkommen aus ihr herauszul\u00f6sen.<\/p>\n<p>Und dann ist da noch die Tatsache, dass die Dinge immer besonders verlockend sind, wenn man sie nicht haben kann. Ist Wien genau so sch\u00f6n, wenn man dort wohnt? Wenn man st\u00e4ndig umgeben ist von diesen Geb\u00e4uden, diesem Dialekt, diesem Land mit seiner durchaus sonderbaren (politischen) Stimmung? Ertr\u00e4gt man das? Aber gut, andererseits: Wie um Himmels Willen ertr\u00e4gt man Berlin mit der Tristesse und den ganzen Drogen und der Wohnungsnot und der Ausgebranntheit? Wie ertr\u00e4gt man\u2019s?!<\/p>\n<p>Mein Wien-Besuch hat mich jedenfalls einigerma\u00dfen tief in eine Sinnkrise gest\u00fcrzt. So tief, dass ich wohl schleunigst wieder hin muss! Ja, so tief sogar, dass ich seit April einen Ohrwurm habe vom Song der Austropop-Band Granada: <em>Wien wort auf di<\/em> (ein Cover von Billy Joels <em>Vienna<\/em>, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=WqqE1sUPxlI\">sch\u00f6nes Video auch!<\/a>). Ich finde Austropop meist wirklich unertr\u00e4glich, aber dieser Song kriegt mich immer wieder. So wie Wien eben.<\/p>\n<blockquote><p>Dass d\u2019 wast, so is es hoit<br \/>\nEntweder hackelst wie bl\u00f6d<br \/>\nOder wirst gl\u00fccklich oid<br \/>\nKonnst nix neies ongehen<br \/>\nWenn wos holbfertig is<br \/>\nDu Geni-i-i-e<br \/>\nWann wirst\u2019s kapiern?<br \/>\nWien wort auf di!<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anfang April habe ich einige Tage in Wien verbracht, zum Arbeiten und f\u00fcr eine kleine Portion M\u00fc\u00dfiggang. Dass ich Wien liebe, wusste ich bereits, aber dieses Mal hat es mich wirklich ganz besonders hei\u00df erwischt. 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