{"id":1987,"date":"2019-01-13T13:42:31","date_gmt":"2019-01-13T11:42:31","guid":{"rendered":"https:\/\/christowski.de\/blog\/?p=1987"},"modified":"2022-11-15T20:36:53","modified_gmt":"2022-11-15T18:36:53","slug":"nonstop-feelings","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christowski.de\/blog\/2019\/01\/nonstop-feelings\/","title":{"rendered":"Nonstop Feelings"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_1988\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1988\" class=\"wp-image-1988 size-large\" src=\"https:\/\/christowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/NSF-Shirtblog-700x911.jpg\" alt=\"Photo of me in a shirt that says Nonstop Feelings\" width=\"700\" height=\"911\" srcset=\"https:\/\/christowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/NSF-Shirtblog-700x911.jpg 700w, https:\/\/christowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/NSF-Shirtblog-250x325.jpg 250w, https:\/\/christowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/NSF-Shirtblog-768x999.jpg 768w, https:\/\/christowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/NSF-Shirtblog-120x156.jpg 120w, https:\/\/christowski.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/NSF-Shirtblog.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><p id=\"caption-attachment-1988\" class=\"wp-caption-text\">T-Shirt: <a href=\"https:\/\/g31design.com\">g31design<\/a><\/p><\/div>\n<p>Seit Jahren schon bin ich kein Freund mehr von guten Vors\u00e4tzen; haben sie sich doch immer als schal, erzwungen, an den Haaren herbeigezogen gef\u00fchlt. Das hastige Schreiben von Listen am Jahresende, das unbequeme Reflektieren der Liste des Vorjahres, und die Erkenntnis, dass sich das Jahr eigentlich komplett anders entwickelt hat \u2013 teilweise dann auch ins Positive, haben \u00fcber die Jahre dazu gef\u00fchrt, dass ich mich s\u00e4mtlicher Vorhaben und Erwartungen an das kommende Jahr entledigt habe. Dementsprechend leer war dann auch mein Ansporn, \u00fcberhaupt etwas Sinnvolles aus mir und den zw\u00f6lf bevorstehenden Monaten zu formen.<\/p>\n<p>Das soll sich 2019 \u00e4ndern. Nicht, weil ich zu lange inspirierende Zitate auf Pinterest gelesen oder ein gratis Lifestyle-Coaching von Bastian Yotta zu Weihnachten erhalten h\u00e4tte \u2013 einfach (wobei von einfach nicht die Rede sein soll!), weil ich in den vergangenen Monaten so viel \u00fcber mich und meine Muster gelernt habe, dass es Zeit wird, die n\u00f6tigen Ver\u00e4nderungen in die Tat umzusetzen. Ich bin also mein eigener Coach. Diese drei Punkte stehen 2019 im Fokus:<\/p>\n<ul>\n<li><em>Mehr Exzellenz.<\/em> Was meine Arbeit angeht, war ich immer Perfektionist \u2013 allerdings war das auch einfach, weil ich lange f\u00fcr mich selbst oder alleine gearbeitet habe. In einem Team, in dem ich von vielen anderen Expertisen umgeben bin, ist Perfektionismus anstrengender: Ich neige dazu, Design als Nebensache anzusehen; meine Profession als sekund\u00e4r anzunehmen, und Design zu sehr als Werkzeug des Eigentlichen zu benennen. Design ist auch zweifelsohne ein Werkzeug, aber eben eins, das eher der Axt als dem Schraubenschl\u00fcssel gleicht \u2013 und in seiner Anwendung doch die Feinf\u00fchligkeit einer Nagelfeile braucht. Viele Worte um eine einfache Sache: Ich will meine Arbeit ernster und wichtiger nehmen, und daf\u00fcr mehr Zeit investieren. Ehrlich gesagt macht mich wenig so gl\u00fccklich wie ein gutes (perfektes!) Ergebnis.<\/li>\n<li><em>Mehr Platz einnehmen.<\/em> Was mich selbst angeht, neigte ich in den letzten 27 Jahren dazu, eher aus dem Weg zu gehen. Das hat mir viele Vorteile verschafft, naheliegend, weil man nie im Weg war und so alles sehr geschmeidig seinen Lauf nahm. Nun merkte ich in den letzten Jahren, dass genau dieses Nicht-im-Weg-sein vor allem mir selbst mehr im Weg steht. Ich sitze also, nach sehr vielen Therapiestunden, mit Simone im City Club Caf\u00e9, und sie spricht die entscheidende Formel aus: \u00bbDie Leute, die ich ehrlicherweise am interessantesten finde, sind die, die sich den Platz nehmen, den sie brauchen. Ich selbst tue mich damit sehr schwer.\u00ab In diesem Moment waren wir zu sehr vielen Prozent die gleiche Person, und deshalb will ich im kommenden Jahr mehr Platz einnehmen. Daf\u00fcr m\u00fcssen eventuell Dinge oder Personen weichen; aber damit umzugehen ist Teil der Sache.<\/li>\n<li><em>Nonstop Feelings.<\/em> Motto des obigen T-Shirts und gleichzeitig auch die \u00dcberschrift der kommenden Monate. Ich war nie besonders gut mit Emotionen \u2013 ich habe ihnen nicht vertraut oder sie zu oft einfach f\u00fcr unangemessen befunden. Was mir zum Verh\u00e4ngnis wurde, denn Menschen sind leider keine Steine, auch wenn ich das lange Zeit als sehr praktisch und erstrebenswert empfunden habe. Gef\u00fchle in den Momenten, in denen sie auftauchen, zulassen und aussprechen; nicht wegwischen oder abtun, soll also die K\u00fcr des Jahres werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Klingt nun ehrlicherweise alles doch so, als h\u00e4tte mich Yotta unter seine muskul\u00f6sen Fittiche genommen, aber seien wir mal ehrlich: Fittiche (wenn auch nicht unbedingt Bastian Yottas) sind ein sehr angenehmer Ort. Da kann man schon mal verweilen. ?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Jahren schon bin ich kein Freund mehr von guten Vors\u00e4tzen; haben sie sich doch immer als schal, erzwungen, an den Haaren herbeigezogen gef\u00fchlt. 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